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Was ist eigentlich Aikido?

Aikido ist eine Kampfkunst - und zwar im besten Sinne des Wortes: dynamisch, effektiv, bewegungsintensiv und mit einem anspruchsvollen geistigen Hintergrund.

Über das Aikido gibt es viele Mißverständnisse. Für die einen ist es eine Art Ballett, andere halten es für „Meditation in Bewegung", und wieder andere sind der Meinung, daß es aufgrund seiner Weichheit und Gewaltlosigkeit eher etwas für „Softies" sei. Aikido ist aber nichts dergleichen. Es ist eine Kampfkunst - und zwar im besten Sinne des Wortes: dynamisch, effektiv, bewegungsintensiv und mit einem anspruchsvollen geistigen Hintergrund. Wer einmal wahres Aikido in Aktion gesehen hat wird das sofort verstehen. Nur eben daran mangelt es, denn diese Kampfkunst hat aufgrund ihres anspruchsvollen Charakters noch keine sehr breite Verbreitung gefunden. Selbst in Japan mutmaßen viele Leute erst einmal, ob Aikido denn nicht eine besondere Form des Karate sei. Zumindest aber weiß man, daß es den Budoarten zuzurechnen ist, während in Deutschland die Frage nach Aikido im allgemeinen nur ein großes Fragezeichen bewirkt. Technik und Eigenarten des Aikido in einigen Sätzen erklären zu wollen, ist außerordentlich schwierig, fast unmöglich, auch für den, der für lange Zeit selbst diese Budo-Art praktiziert hat. Aikido ist zunächst einmal waffenlose Selbstverteidigung mit Techniken, die von Elementen des Schwertkampfes und des Ju-Jutsu geprägt sind. Dies ist jedoch nur eine sehr unzureichende und auch mißverständliche Erklärung, denn Aikido versteht sich nicht als reine Selbstverteidigung. Wer sich primär für Selbstverteidigung interessiert, kann dies aus den Aikido-Techniken entwickeln. Das Aikido ist jedoch in erster Linie eine Budo-Art, ein Weg geistiger und körperlicher Schulung.

 

Uyeshiba Morihei, der Begründer des modernen Aikido, bei einer Demonstration für die Bedeutung der aus dem Schwertkampf herrührenden Techniken im Aikido.